D 1 Jugend schafft den Sprung in die Leistungsklasse

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01.05.2014 20:04 Alter: 5 yrs
Kategorie: Erste Mannschaft, Seniorenfussball, Home
Von: Matthias Otto

Sicher geglaubter Sieg wird zum Krimi


2 Tore, 1 Assist: Oliver Kraft

01.05.2014 – Was für eine Partie in Ossenberg! Nach einer an Dramatik kaum zu übertreffenden Schlussphase setzt sich der sv vyma 97 am Ende glücklich, gemessen an den Spielanteilen aber verdient mit 4:3 durch.

Chancen auf beiden Seiten
Doch der Reihe nach. Die erste Chance hatte Ossenberg in der 5. Minute, nachdem ein Spieler steil geschickt wurde und dieser den Ball aus aussichtsreicher Distanz aber verzog. Die Chance auf die frühe Führung war vertan. Danach fand der sv vyma besser ins Spiel und gelangte folgerichtig zu ersten Chancen. In der 10. Minute schickte Sebastian Deckers Oliver Kraft, dessen Schuss aber kein Problem für den Torwart darstellte. Nur eine Minute später flankte Oliver Kraft von links scharf in die Mitte, doch Robin Pils kam einen Schritt zu spät und der Keeper pflückte das Leder vom Boden.

Vyma erhöht den Druck
Dann die bis dato größte Chance für die Gäste. Nach schöner Vorarbeit von Kevin Angenendt gelangte der Ball in die Mitte, wo Sebastian Deckers heranrauschte und per Grätsche den Ball nur um Zentimeter neben das Tor und den schon geschlagenen Keeper beförderte. Die 25. Minute war angebrochen und die nächste Großchance folgte. Im Getümmel kam der Ball plötzlich zu Robin Pils, der aus 4 Metern abzog und ein Ossenberger im letzten Moment noch auf der Linie klären konnte. Mittlerweile wäre eine Führung der Gäste verdient gewesen.

Alex Miller hält die Null - Kevin Angenendt eiskalt
Auf der anderen Seite hatte Ossenberg die Doppelchance, doch Alex Miller parierte mit einem sensationellen Reflex. Der Ball prallte ab und gelangte nochmal zum selben Spieler, doch dieser scheiterte auch im zweiten Versuch und der Ball ging über den Kasten. Die 38. Minute war angebrochen und zum Unmut der Ossenberger pfiff der Schiedsrichter einen Freistoß – der Torwart hatte seiner Meinung nach den Ball außerhalb des Sechzehners mit den Händen berührt. So schnappte sich Kevin Angenendt kurzerhand den Ball und wuchtete den Ball aus 17 Metern ins rechte untere Eck. Die 1:0 Führung für den sv vyma 97!

Mit dem 1:0 in die Kabine
Nach dem Wiederanpfiff schien der sv vyma noch im Torjubel zu sein und vernachlässigte für einen kurzen Moment die Defensive. Dies wollte Ossenberg ausnutzen und setzte zu einem gefährlichen Konter an, doch der Stürmer scheiterte erneut am gut aufgelegten Alex „the Killer“ Miller. Auch ein Eckball für Ossenberg kurz vor der Pause brachte nichts ein, denn der Kopfball ging gut 2 Meter über den Kasten. Der Schiedsrichter pfiff die ersten 45 Minuten ab.

Oliver Kraft macht den Unterschied
Hälfte zwei begann furios und der sv vyma entfachte ein wahres Feuerwerk. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Robin Pils landete der Ball bei Kevin Angenendt, der mit einem präzisen Diagonalpass Oliver Kraft in Szene setzte. In typischer „Kraft-Manier“ nahm sich dieser ein Herz und wuchtete den Ball per Volleyabnahme ins Tor. Das wichtige 2:0, das Sicherheit geben sollte. Und das tat es. Nur 4 Minuten später war es Torschütze Oliver Kraft, der Sebastian Deckers mustergültig anspielte. Dieser nahm den Ball noch einige Meter mit, bevor er den Ball am herauseilenden Torwart vorbei zum 3:0 in die Maschen schob. Endlich ließ der sv vyma die Effektivität vorm Tor aufblitzen, die in den vergangenen Spielen so sehr gefehlt hatte.

Weiter ging es, und zwar in Person von Oliver Kraft. Dieser setzte im Mittelfeld zu einem Solo an, bei dem er gleich mehrere Ossenberger Spieler alt aussehen ließ. Nun stand nur noch der Torwart vor ihm bzw. Sebastian Deckers daneben. Mit einer geschickten Körpertäuschung vernaschte er schließlich auch den Torwart und schob zum 4:0 ein. Die endgültige Entscheidung in der 60. Minute, so dachten hier alle!!

Geht hier doch noch was?
Doch Fußball ist manchmal eben Fußball, und dieser schreibt bekanntlich die schönsten Geschichten. So kam es, dass Ossenberg fortan das Szepter übernahm und sich etliche Chancen erspielte. In der 64. Minute wurde Alex Miller erneut geprüft, doch das Gegentor wollte (noch) nicht fallen. Dann die 72. Minute. Wieder stürmte Ossenberg nach vorne und der Ball gelangte 2 Meter vor dem Tor vor die Füße des Stürmers. Wie vom Blitz getroffen schmiss sich Marvin Büren in letzter Not dazwischen und verhinderte so den Anschlusstreffer. Auch zwei nachfolgende Distanzschüsse brachten nichts ein.

Rote Karte und der Anschlusstreffer
Die 75. Minute wurde eingeläutet und es folgte die nächste Angriffswelle. Sebastian Kisters brachte dabei seinen Gegenspieler im Sechzehner zu Fall und der Schiri entschied ohne zu zögern auf Elfmeter. Des Weiteren schickte er „Kiki“ wegen einer Notbremse mit Rot vom Platz – eine äußerst harte, wenn auch vertretbare Entscheidung. Den fälligen Elfmeter verwandelte Patrick Utech zum 1:4. Niemand sollte glauben, dass dies der Beginn einer Krimi-Aufholjagd werden sollte. Doch zunächst hatte Sebastian Deckers nach einem guten Eckball von Wulfi die Chance, den Sack zuzumachen. Sein Kopfball wurde im letzten Moment aber von einem Abwehrspieler geklärt, nachdem der Keeper bereits geschlagen war.

Rote Karte und der Anschlusstreffer, Teil 2
Es waren schon 83 Minuten gespielt und plötzlich zappelte der Ball erneut im Kasten von Alex Miller. Was war passiert? Eine scharfe Hereingabe der Ossenberger fälschte Wulfi ins eigene Tor ab, doch auch ohne diese Berührung wäre der Ball vermutlich ins Tor gegangen. Nur noch 2:4! Die Gastgeber hatten nun Blut geleckt und schmissen alles nach vorne. Bis auf zwei Entlastungsangriffe durch den eingewechselten Nils Bremer verteidigte vyma nur noch, und das mit 10 Spielern. Die Spieleranzahl sollte aber noch geringer werden, denn Marvin Büren ließ sich nach einem Foulspiel an ihm zu einer Tätlichkeit hinreißen, die der Schiedsrichter mit Rot ahndete. Gleichzeitig schickte er aber auch einen Ossenberger mit gelb-rot vom Platz, sodass nur noch 9 vyma-Akteure gegen 10 Ossenberger spielten! Nur noch 3 Minuten in der regulären Spielzeit!

Herzschlagfinale!!!
Es sollte jedoch noch härter kommen, denn in der 88. Minute pfiff der Schiedsrichter erneut Elfmeter für Ossenberg, nachdem sich ein Spieler eingefädelt hatte und von Wulfi zu Fall gebracht wurde. Eine fragwürdige Entscheidung. Den Ossenbergern war es natürlich nur Recht und so nahm sich diesmal Björn Quint den Ball. Auch er verwandelte sicher. 3:4!! Kaum jemanden hielt es nun noch auf den Plätzen und den Zuschauern sowie Spielern stockte das Herz, als Ossenberg nach einer Ecke die Riesenchance zum 4:4 hatte. Wenn es einen Fußballgott gibt, so war dieser dem vyma just in diesem Moment wohlgesinnt: der Ball ging drüber.

Wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff war es dann aber soweit, der Ball zappelte im Netz. Die Ossenberger jubelten, doch der Pfiff des Schiris zerstörte alle Träume – er hatte ein Foulspiel gesehen. Dann war endlich Schluss und der Jubel kannte keine Grenzen. Nach einer irren Partie entführt der sv vyma 97 drei Punkte aus Ossenberg. Wermutstropfen sind allerdings die roten Karten für Sebastian Kisters und Marvin Büren.

Tore
0:1 Angenendt (38., dir. Freistoß)
0:2 Kraft  (49., Angenendt)
0:3 Deckers (54., Kraft)
0:4 Kraft (56., -)
1:4 Utech (75., Elfmeter)
2:4 Grundmann (78.)
3:4 Quint (88., Elfmeter)

Die Aufstellung und alle Tore gibt es auf FuPa! Jetzt abstimmen!!