D 1 Jugend schafft den Sprung in die Leistungsklasse

Dominik Rösen - der neue 23. Mann

Dominik Rösen hat im Februar die Ausbildung zum Schiedsrichter absolviert und die Prüfung mit Bravour bestanden. Wir gratulieren rechtherzlich undwünschen ihm bei seiner neuen Aufgabe viel Erfolg !!!

Interview mit SV Schiedsrichter Sebastian Rotter

Sebastian Rotter ist der jüngste Schiedsrichter im SV. Sportblitz-Redakteur Dominik Rösen hat ihn interviewt.

Wie gefällt Dir Dein Job? Macht er Spaß oder ist er auch nervig?

Sebastian: Generell gefällt mir der Job als Schiedsrichter. Man sieht das Spiel aus einer anderen Perspektive als ein normaler Spieler. Das ist eine lehrreiche Erfahrung, besonders für Spieler, die schnell alles auf den Schiedsrichter schieben. Man kann sich keine Pause gönnen, sondern muss immer voll konzentriert sein.

Warum bist Du überhaupt Schiedsrichter geworden?
Sebastian: Ich bin damals Schiedsrichter geworden, weil ich häufig mit Entscheidungen unzufrieden war. Manches war mir vollkommen fremd, vieles konnte ich nicht nachvollziehen. Ich wollte es einfach besser machen als die anderen.

Gibt es Spiele, die perfekt laufen?
Sebastian: Nein, ich glaube, die gibt es nicht. Man gerät schnell in schwierige Situationen. Darauf lauern manche Eltern oder Trainer geradezu. Sofort rufen sie aufs Spielfeld und beschwerren sich, weil sie es ja viel besser gesehen haben als der Schiedsrichter. Solche Ereignisse sind zwar nervig, aber leider unvermeidlich. Den Spaß an der Sache sollte man sich dadurch aber nicht nehmen lassen.

Sebastian Rotter – Schiedsrichter des SV-Vynen-Marienbaum

Seit der F-Jugend ist Sebastian unserem Verein treu und unterstützt uns nun auch als Schiedsrichter. Im Februar 2008 hat er mit Erfolg die Schiedsrichterprüfung abgelegt und kann nun Spiele bis zur C-Jugend pfeifen. Einmal im Monat trifft er sich mit anderen Jungschiedsrichtern in Moers zum Erfahrungsaustausch und um Neuerungen zu besprechen.

Sebastian hat nun schon seine ersten Spiele geleitet und hat eine Menge Spaß dabei, obwohl man ein „dickes“ Fell braucht, denn die Gewinnermannschaft ist oft voll des Lobes, während die Verlierer meistens meckern. Daran muss man sich gewöhnen, kennt man die Situationen doch aus eigenen Spielen, wenn Eltern und Trainer auf beiden Seiten emotionsgeladen reagieren. Wichtig ist, dass man neben guter Kondition, einen kühlen Kopf behält, die Augen möglichst überall hat und sich niemals beeinflussen lässt. Sein großes Vorbild ist der Welt-Schiedsrichter Markus Merk.

Einen Wehrmutstropfen hat die Schiedsrichterei jedoch: Wenn man als Schiedsrichter zur gleichen Zeit angesetzt ist, wie die eigene Mannschaft spielt, steht man seiner Mannschaft an diesem Tag als Spieler nicht zur Verfügung: Schiedsrichterei geht immer vor!

Christian Weigand: ein weiterer Schiedsrichter im Team

Christian Weigand hat ebenfalls die Schiedsrichterprüfung gut bestanden. Seine ersten Erfahrungen "in Schwarz" hat er bereits gesammelt. Eine gute Einstellung zum Sport ist Grundvoraussetzung für dieses anspruchsvolle Amt.

Warum wurde ich Schiedsrichter?

Was mich dazu bewegt(e) Schiedsrichter zu werden (und es zu bleiben).

Ich spiele schon seit meiner Jugend leidenschaftlich gerne Fußball, doch irgendwann wollte ich mehr als nur einer von 11 sein. Ich wollte der Mann in Schwarz auf dem Platz sein, was auch der Grund war, weshalb ich Anfang des Jahres den Schiedsrichter-Lehrgang zusammen mit Sebastian R. machte und diesen als 3. besten absolvierte, worüber ich mich selbst wunderte. Das nächste was anstand, war der Kauf der Schiedsrichter Klamotten, was mich mächtig Stolz machte, dieses in Zukunft tragen zu dürfen. Auch heute noch verbinde ich mit dem Schiedsrichter-Dress Werte wie; Respekt, Fairness und manchmal auch ein gewisses Gefühl von Macht.

Was es mir anfangs sehr schwer machte, mich in dem Trikot und in meiner neuen Rolle als SR sicher zu fühlen.

Es war ein ungewohntes Gefühl Erwachsenen sagen zu können was richtig und was falsch ist. In meinem ersten Spiel habe ich aus Unsicherheit so leise gepfiffen, dass manche Spieler es gar nicht gehört haben. Heute kann ich über solche Fehler schon lachen, mache aber dennoch weitere, wie z.B. zu viel mit den Spielern zu diskutieren. Ich hoffe, dass ich auch solche Dinge in Zukunft vermeiden kann um meinem Schiedsrichtervorbild Pierluigi Colina möglichst nahe zu kommen. Dennoch lege ich Wert darauf meinen eigenen Weg zu finden.

Schon heute merke ich, dass „Schiedsrichter sein“ mich als Mensch in Konfliktsituationen weiter gebracht hat. Auch in Bewerbungen um Ausbildungsplätze habe ich festgestellt, dass Schiedsrichter sein ein großes Plus ist. Ich möchte weiterhin als Schiedsrichter tätig bleiben und hoffe, dass ich dies so lang wie möglich sein kann, da es mir trotz mancher schwieriger Situationen eine Menge Spaß, Erfahrungen und vor allem Kontakt zu neuen Menschen gebracht hat.

Zuletzt möchte ich mich hiermit nochmals bei unserem Verein und vor allem bei Werner Borchers und Frank Göbbels bedanken, die mir die Verwirklichung meines Wunsches wahr gemacht haben und mir die ganze Zeit helfend zur Seite standen. Dafür ein herzliches DANKE.

Christian Weigand